Ich habe ein paar Sachen eingepackt u. wir sind sofort losgefahren. Töchterlein haben wir bei den Schwiegereltern abgesetzt. Sie ist dort geblieben. Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch bin ich ins Krankenhaus gegangen. Ich bekam ein Bett zugeteilt, mir wurde Blut abgenommen u. der Arzt fragte ein paar Fragen. Er konnte leider nicht so gut Englisch sprechen. Es war für mich schwierig ihn zu verstehen. Ich war auch noch nervös u. mein Kopf war irgendwie leer u. ausgepufft:

„Pardon? Could you say this again, please!“

Mein Ehemann fragte, ob ich denn nicht übers Wochenende nachhause dürfte, denn am Wochenende würden ja sowieso keine Untersuchungen vorgenommen. Wir mußten stundenlang warten. Dann durfte ich wieder nachhause mit dem Versprechen, pünktlich um 8.00 Uhr morgens am Montag wieder im Krankenhaus zu sein. Fand ich nett! Die Krankenhäuser sind nicht besonders sauber in England, aber das Personal ist fantastisch. 🙂

Das ganze Wochenende war furchtbar lang. Ich habe abends in der Badewanne gelegen, meinen Bauch betrachtet u. gedacht:

„Dort wird bald eine Kanüle eingepflanzt sein! Ich habe noch nicht einmal Schwangerschaftsstreifen, aber bald werden dort Narben sein!!“

Montags also wieder zurück in die Klinik. Ich war noch nie in einem englischen Krankenhaus. Was wird geschehen?!?!

Die Ärzte meinten, daß es besser sei, wenn ich erst einmal mit der Hämodialyse anfangen sollte weil meine Nierenwerte sehr schlecht seien. Ich habe mich aber geweigert.

„Nein, Hämodialyse mache ich nicht. Ich mag keine Nadeln u. ich  mag kein Blut.“

Dann fing die Wartezeit schon wieder an. Fast zwei Wochen mußte ich warten bis die Ärzte eine Entscheidung gefällt hatten, da ich mich weigerte die Hämodialyse zu machen. Wir waren 9 Frauen auf einem Zimmer; es war manchmal ziemlich lustig. Diese 9 Frauen haben mir auch Horrorstories von ihrer Dialyse, der Diät usw. erzählt. Mir war manchmal richtig schlecht.

Zwei Tage vor der Operation wurde ich von der dritten Etage auf die sechste Etage verlegt. Dort war auch die 6PDU Unit. Diese Unit würde nach der OP für mich verantwortlich sein.

Der Tag vor der OP war der schlimmste Tag für mich…!!

Fortsetzung folgt… 

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