Meine Freundin (sie hatte eine deutsche Mutter u. einen englischen Vater u. ist teilweise in Deutschland aufgewachsen)  hat unsere Familie zu Kaffee u. Kuchen einen Tag vor meinem Geburtstag eingeladen. Dann könnten wir wenigstens ein bißchen meinen Geburtstag feiern, meinte sie. Wir haben die Einladung gerne angenommen.

Als wir bei ihr angekommen waren, stand ich plötzlich inmitten einer Überraschungsparty. Ich war richtig gerührt!! *Tränchen aus den Augen wisch*  

Balloons u. Banner hingen überall u. später bekam ich auch noch eine wunderschöne Geburtstagstorte. Alle unsere Freunde waren gekommen. Ich hatte einen wirklich schönen Geburtstag. Mein Ehemann hat für mich u. meine Freundin ein Wellness-Hotel in Blackpool gebucht als Geburtstagsgeschenk. Wir hatten ein wunderschönes Girlie-Weekend. Champagner, Schokolade u.  Erdbeeren standen auf dem Zimmer. Es war ein wunderschönes gemütliches Wochenende.  Das war der beste Geburtstag in meinem Leben. 🙂

Vielen Dank nochmal an alle!!

Im Mai allerdings stand mir der schwerste Weg meines Lebens bevor. Ich  mußte diese ganze Geschichte meinem Vater erzählen. Am Telefon kann man sehr schlecht sagen:

„Das Wetter ist hier schön, uns geht es gut, ach u. so nebenbei ich muß bald an die Dialyse!!“

Ende Mai wollten wir (Töchterlein u. ich) meinen Vater besuchen u. dann mit ihm zum Nordkap fahren.

Ich habe es ihm gleich am ersten Tag gesagt. Er war geschockt. Meine Mutter ist an Krebs gestorben u. jetzt ist seine Tochter auch noch chronisch krank. Ich sehe ihn jetzt noch zusammengefallen auf dem Stuhl sitzen. Die Fahrt zum Nordkap war anstrengend. Ich wurde immer müder, Appetit war nicht bzw. kaum vorhanden. Trotzdem wurde ich immer dicker u. aufgedunsener. Die Vergiftung hatte schon eingesetzt!! Ich mußte ca. 30 Tabletten am Tag schlucken. Der Arzt wollte mich ja erst nicht nach Deutschland fahren lassen. Durch bitten u. betteln habe ich ihn dann noch überzeugt. Er fragte den Professor u. dieser meinte, daß ich ruhig fahren sollte, denn danach würde es einige Zeit dauern bis ich wieder nach Deutschland fahren könnte.

Zurück in England mußte ich jede Woche ins Royal Liverpool Hospital zur Untersuchung. Die Wartezeiten in England (NHS)  sind ziemlich lang. Dazwischen haben wir noch Töchterleins Geburtstag gefeiert. Diesmal wollte ich alle Freunde u. Verwandte einladen zu einem BBQ.

„Wann werden wir noch einmal so einen Spaß zusammen haben. Wir müssen die Chance nützen!!“

Später erzählte mir meine Freundin, daß alle geschockt gewesen waren, weil ich an diesem Tag total gelb und aufgedunsen ausgesehen habe.

Dann endlich kam der Anruf vom Krankenhaus – ein Bett war frei – es war ein Freitag. Jetzt wurde meine Angst immer größer…!!

Fortsetzung folgt…