Nun standen wir alle kichernd  in einer Reihe während der Sergeant Major uns mit einem schottischen Akzent anschrie. Wir wurden alle der Reihe nach bemängelt:

„The helmet is not straight, the boots are not shiny enough! Wipe that smile of your face!! Stand straight!! Bla bla blabla!!“

Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und mußten eine Brücke bauen. Die erste Gruppe baute die Brücke auf; die zweite Gruppe baute die Brücke wieder ab! Erfahrene Soldaten haben uns Anweisungen gegeben:

„Lift up!! Go, go, go go!! Come on!! Our boys can build a bridge in 8 minutes!!“

Nun ja, bei uns dauerte das Ganze eine 3/4 Stunde! *grins* Die Teile der Brücke waren so schwer.  Die Zuschauer klatschten Applaus als wir fertig waren. Die zweite Gruppe fing jetzt an die Brücke wieder auseinanderzunehmen.

Wir, die erste Gruppe, hatten jetzt ein bißchen Pause u. durften heißen Tee mit Milch trinken. Der Tee war in einem großen Container u. der Zucker lag in einer  großen Tüte daneben. Wir diskutierten darüber wie wir den Tee in den Becher u.  den Zucker ohne einen Löffel in unseren Tee schütten sollten. Plötzlich kam ein Soldat, tauchte seinen Plastikbecher in den Container u. füllte ihn mit Tee, nahm seine Hand u. schaufelte Zucker in den Tee. Wir schauten mit großen Augen staunend zu:

„Also so macht man das! Clever, clever! Typisch Mann!“

Eine der Frauen hatte einen Flachmann mit Whiskey mitgebracht. Den Whiskey haben wir uns natürlich in den Tee gegossen. *schlecker* Ich mag keinen schwarzen Tee, aber es war so kalt u. windig, da säuft man alles auch wenn es nicht schmeckt, hauptsache es wärmt!!

Nach dem Brückenbau mußten wir uns unser Gewehr abholen u. wurden dann in einen Armeelastwagen verfrachtet. Das Gewehr war mir nicht geheuer, obwohl es nur mit Platzpatronen gefüllt war.  Ich habe es gehalten wie ein rohes Ei, es am liebsten wieder zurückgegeben.

Nun ging die Fahrt ins Ungewisse los…!!

Fortsetzung folgt…. 🙂