Mucki u. meine Annäherung war sehr vorsichtig u. behutsam. Ich hatte immer noch Angst vor Hunden u. er mußte sich bei uns einleben. Es war ein komisches Gefühl, ein kleines Lebewesen, ein kleines Hundebaby, das seine Mutter u. Geschwister vermisst, brauchte unsere volle Aufmerksamkeit. Meine Eltern sind nachts aufgestanden u. sind mit ihm spazieren gegangen, da ich ja noch zur Schule mußte und meinen Schlaf brauchte.

Er war sehr schnell stubenrein u. ich war sehr stolz auf ihn. Nach einigen Wochen durfte er schon in meine Finger beißen, ich habe ihn durchs Haus geschleppt, „Sitz“ u. „Platz“ beigebracht mit kleinen Leckereien. Mit viel Geduld u. Leckerlis konnte er „rollen“, „Pfötchen geben“, über den Besen hüpfen „hopp“, „Tänzchen machen“. Wenn man zu ihm sagte: „Gehe zum Papa oder Mutti!“ Dann wußte er genau wo er hinlaufen mußte. Er war aber auch sehr eigensinnig u.  konnte sich durchsetzen. Betteln war sein oberstes Gebot!! Mein Vater ließ sich immer erweichen, wenn er in  Mucki’s braune Hundeaugen schaute, hörten wir danach immer genußvolles Schlingen Schmatzen unter dem Tisch. Er saß geduldig an der Treppe, wenn ich aus der Schule kam und hat gewartet bis ich meine Schulaufgaben fertig hatte, denn dann sind wir spazieren gegangen.

Als ich geheiratet habe, da habe ich ihn schweren Herzens bei meinen Eltern gelassen. Ich habe ihm Spielzeug aus England mitgebracht. Die Wiedersehensfreude war immer sehr groß.

Wir sind von England nach Hameln gezogen u. ich werde nie den Tag vergessen, als meine Eltern uns besucht haben, aber diesmal ohne Mucki!! 😦  Er hatte Krebs, konnte nicht mehr laufen u. mußte eingeschläfert werden. Ich war zu diesem Zeitpunkt 26 Jahre alt u. habe tagelang geheult. Ich werde ihn nie vergessen. Er war ein ganz besonderer Hund. Klein Spikey sieht ihm ähnlich u. Sammy ist genauso eigensinnig wie er es war.

Danke Mucki, du hast mir die Angst vor Hunden genommen, ich werde dich nie vergessen. 🙂